Geschichten und Lesproben

Die Hexe Trudel Wudel - Ein kleines Gedicht

28.11.2016 14:41

Die Hexe Trudel Wudel

Die dicke Hexe Trudel Wudel

isst so gerne Apfelstrudel.

Und ihr blauer Rabe Eiderdaus

Pickt sich die Rosinen raus.

 

Die Hex ist lieb, mit grünem Haar.

Ein Kleid mit Flicken, ist ja klar.

Und eine Schürze hat sie umgebunden,

um ihren Bauch den runden.

 

Und willst Du sie besuchen,

dann bäckt sie sicher einen Kuchen.

Mit Spinnenbein und Krötendreck,

mit Anisschnaps und Mäusespeck.

 

Oder willst du lieber Apfelstrudel?

Von der Hexe Trudel Wudel.

Mit Äpfeln, Nüssen und mit Zimt.

Das ist lecker, ja das stimmt.

 

Ach, Du kennst zur Hexe nicht den Weg?

Na gut, ich sag Dir wie der geht:

Am Waldrand Hecke drei,

gehst Du einfach links vorbei.

 

Pass auf, dass Dich der Fuchs nicht sieht,

kann sein, dass er sonst Hunger kriegt.

Du gehst jetzt rechts und dann geradeaus,

dann siehst Du schon das Hexenhaus.

 

 

Das Hexenhaus ist ziemlich klein,

Du musst dich bücken, willst du hinein.

Drinnen geht es lustig zu.

Hier tanzen Läuse, Mäuse und ne Kuh.

 

Ein rot gestreiftes Pferd,

schält die Äpfel schon am Herd.

Fröhlich singt die Hex dazu:

Trallala und Schubidu.

 

Doch es wird nicht nur gesungen,

herumgetobt, herumgesprungen.

Gezaubert wird hier auch.

Das geht so, nun pass mal auf:

 

1, 2, 3, 4, 5, 6, sieben

blaue Raben können fliegen,

Trudel Wudel, Hudel Nudel,

auf den Tisch ein Apfelstrudel!

 

Setz Dich hin, jetzt kannst du essen.

Hände waschen nicht vergessen!

Auch die Hex setzt sich dazu

Auch die Maus, die Laus, die Kuh.

 

Du bedankst Dich jetzt recht herzlich,

doch der Abschied, der ist schmerzlich.

Denn im Hexenhaus, hier ist es toll.

Und dein Bauch ist rund und voll.

 

Zum Abschluss noch ein Hexenspruch:

Himmelsblitz und Wolkenbruch,

Trudel Wudel Hudel Nudel

So, jetzt gibt es Apfelstrudel!

 

 

 

 

Leseprobe Schnecke Ticki

22.02.2017 15:41

Mit Mut und Selbstvertrauen ins Ziel!

 

In Kriechenland, im Land der Schnecken, ist ein Schneckenhaus schöner als das andere: Schillernd und bunt, gestreift oder mir Punkten. Schnecke Ticki ist stolz auf ihr besonders schönes, rot schwarz gestreiftes und mit einem gelben Punkt verziertes Haus. Weniger stolz ist sie auf ihren alljährlichen letzten Platz beim großen Schneckenrennen. Wird der kleine Zauberer Zippeldapp ihr helfen können? Ines Gölß erzählt in  „Schnecke Ticki und der Zauberer Zippeldapp“ eine ermutigende Geschichte, in der Freundschaft und Selbstvertrauen eine große Rolle spielen.

 

Bald ist es wieder soweit: In Kriechenland steht das jährliche Schneckenrennen vor der Tür. Darauf freuen sich alle, die Schneckenbevölkerung ebenso wie die winzigen, freundlichen Wimbots, die das Land ebenfalls bewohnen. Ticki will dieses Mal nicht wieder die Letzte sein und beginnt fleißig zu trainieren. Da ist es wenig motivierend, dass sie beim Training nicht nur überholt, sondern auch verspottet wird. Der fröhliche, tothaarige Zauberer Zippeldapp bietet ihr seine Hilfe an. Ab jetzt wird mit der Stoppuhr geübt, Zippeldapp steuert einen Zauberspruch bei und beide haben viel Spaß. Während Ticki tatsächlich bald schneller kriecht, gewinnt der kleine Zauberer an Sicherheit mit seinen Zaubersprüchen. Jeden Nachmittag besucht Ticki ihren neuen Freund in seinem Häuschen zu Tee und Keksen.

 

Schließlich ist er da, der Tag des Schneckenrennens. Ticki ist aufgeregt, aber Zippeldapp macht ihr Mut. Angefeuert von Zippeldapp gibt sie alles – und gewinnt! Doch richtig freuen kann sie sich nicht: Auf dem Siegerpodest wird sie von Gewissensbissen geplagt, denn verdankt sie ihren Sieg nicht Zippeldapps Zaubersprüchen? Da muss ihr der kleine Zauberer ein Geständnis machen. Und Preisrichter Max, der kleine Wimbot, weiß, dass nicht nur Ticki eine Siegesmedaille verdient hat…

 

Eine bezaubernde, charmant illustrierte Mutmach-Geschichte für Kinder unter 10 Jahren, zum Vorlesen hervorragend geeignet.

 
 
 

Leseprobe: Das gestohlene Zauberbuch

23.01.2015 09:44

"Ach du lieber Schneckenschleim!", denkt Ticki. "Kein Wunder, dass Zippelchen nie von seiner Tante erzählt hat!" 

Tante Alraune ist überfreundlich: "Ach mein lieber Lieblingsneffe, ich habe gehört, dass du das Zauberbuch erhalten hast. Dazu möchte ich dir ganz herzlich gratulieren. Bitte, mein Lieber, gib mir doch eine kleine Kostprobe deiner Zauberkünste - oder traust du dich etwa nicht?" Und bei diesen Worten kneift sie prüfend die Augenbrauen zusammen und ihr Ton ist sehr bestimmend. "Na los, zeig schon was du kannst!", sagt sie streng und sieht Zippeldapp verächtlich an. 

"Ähm, was soll ich dir denn vorzaubern?", fragt Zippeldapp unsicher. "Das Glas da auf dem Tisch", kommandiert Tante Alraune, "lass es schweben!" Mit leicht zittriger Stimme sagt Zippeldapp den Zauberspruch: 

"Zirbel, Zarbel, Zauberregen, Wasserglas, du sollst nun schweben!"

Das Wasserglas kippt um und der ganze Inhalt ergießt sich über den kleinen Tisch, der neben Zippeldapp`s Ohrensessel steht. Tante Alraune lacht zufrieden........... 

Wie glaubst Du geht es weiter? Wird Zippeldapp noch ein Zauberspruch gelingen? Oder lässt er sich von seiner Tante einschüchtern?

 

 

Leseprobe: Das Zwergriesenkind Gumbum

17.04.2015 11:01

Plötzlich stuzt Ticki. Was war das? Ist da nicht ein Wimmern und ein Schluchzen zu hören? "Ach du lieber Schneckenschleim, hast du das auch gehört, Zippelchen?", fragt Ticki ängstlich. Und wenn Ticki Haare hätte, dann wären sie ihr sicher zu Berge gestanden, das kannst du mir glauben! So schaurig ist das Geräusch gewesen. 

Zippeldapp ist mit dem Suchen der Pilze so beschäftigt, dass er nur fragt: "Nein, was ist denn?" "Uhuhuuuhuuuh." Jetzt hat es Zippeldapp auch gehört. Erschrocken legt er den Zeigefinger an seine Lippen und deutet Ticki, zu ihm zu kommen. Sie verstecken sich hinter einem Brombeerbusch. "Uhuuuhuuuh." Das hört sich an, als würde jemand weinen", meint Zippeldapp. "Los. schauen wir nach, woher das Weinen kommt!", fordert er Ticki auf. Vorsichtig späht Zippeldapp umher. Langsam geht er in die Richtung aus der das Weinen kommt. Ticki bleibt ihm dicht auf den Fersen. Kurz darauf bleibt Zippeldapp stehen und zeigt auf eine kleine Lichtung. 

"Ich gehe keinen Scheckenschritt mehr weiter", sagt Ticki. Denn - kannst du dir so etwas vorstellen! - vor ihnen auf der Lichtung sizt ein Riese und weint bitterlich. Zippeldapp flüstert: "Ich glaube, das ist ein Kind." "Ja, aber ein sehr, sehr großes Kind. Ein richtiges Riesenkind", flüstert Ticki zurück. "Nun komm schon", fordert Zippeldapp Ticki auf, "fragen wir warum es weint."

 

 

Leseprobe: Weihnachtsgeschichte - Der Bengelengel

21.12.2016 09:27

Schnecke Ticki und der Zauberer Zippeldapp – Der Bengelengel

 

Heute erzähle ich Dir, wie Schnecke Ticki und der Zauberer Zippeldapp in Kriechenland Weihnachten feiern.

Einen Tag vor Weihnachten sind Schnecke Ticki und der Zauberer Zippeldapp dabei, Weihnachtskekse zu backen. Draußen ist es schon dunkel geworden. Es hat angefangen zu schneien und dicke Schneeflocken fallen vom Himmel.  

Zippeldapp nimmt die heißen Bleche mit Keksen aus dem Ofen. Schnecke Ticki kramt in der Backschublade nach Schokolade. Sie wollen nämlich die Kekse mit Schokoglasur überziehen und bunte Zuckerstreusel darüber streuen. Doch es ist keine Schokolade mehr da. Auch Zuckerstreusel findet Schnecke Ticki keine.

Sie bittet den Zauberer Zippeldapp: „Ach Zippelchen, kannst du in der Stadt Schokolade und Zuckerstreusel besorgen?“

„Ja, gerne“, gibt der Zauberer Zippeldapp zur Antwort,

„da schaue ich auch gleich bei Herrn Schneckenzahn vorbei. Vielleicht braucht er auch etwas aus der Stadt.“

 

Auch im Winter geht der kleine Zauberer barfuß. Er trägt den selben nachtblauen Mantel und seinen spitzen Zauberhut.

Der Schnee knirscht unter seinen Füßen und er kann es einfach nicht lassen und legt sich in den Schnee, um einen Schneeengel zu machen. Ein paar Mal spreizt er im Liegen Arme und Beine vom Körper weg. Vorsichtig steht er auf und bewundert seinen Engel im Schnee.

Er drückt mit dem Finger zwei Punkte in das Gesicht des Engels. Das sind die Augen. Auch eine Nase und einen Mund bekommt er. Und zwei Henkelohren.

Der Zauberer Zippeldapp winkt dem Engel zu und macht sich auf seinem Weg.

Ein kleines Stückchen weiter, auf der linken Seite, steht ein Ahornbaum. Hier unter den Wurzeln des Baumes ist Herrn Schneckenzahns Häuschen...